anke, rhein-main – germany

die welt scheint mir im Lockdown und all seinen Spielarten eingefroren … 

ein Tag gleicht dem anderen. aufstehen, frühstück, mittagessen, abendbrot, kinder ins bett. Eat Sleep Repeat. Alles ohne eile, zu ähnlichen uhrzeiten in feststehender reihenfolge, mit ausgelassenen momenten und denselben konflikten. jeden tag dinge, die liegen bleiben und auf den nächsten tag verschoben werden, die vormittage im schlafanzug. ein wirklich sehr privilegierter tag, der sich da wiederholt, das ist mir mit Blick ins Netz klar. der Film scheint sich an der Stelle mit dem frühlingshaften wochenende aufgehängt zu haben. das wetter ist echt Mainstream. über wochen sonne, low twenties, leichter wind … tulpenknospen erschienen, zeigten farbe und vergingen, früh bekamen die jungen birken ihre blätter, dann die älteren … jeden tag ein bisschen weniger boden, der zu sehen war. gras, das wuchs. farne, die sich entrollen. der ästling der eines tages seine eltern begleitete. jetzt steigen die ersten iris auf … 

der garten ist zu meinem gradmesser geworden. für die Zeit, die verstreicht. Er ist mein Indikator, dass so etwas wie Chronologie noch existiert, dass der rest vom Universum unbeirrt von der Menschenwelt weitermacht …

Anke Schmitz ist gelernte Gärtnerin und Kunsthistorikerin. Auf Ihrer Seite Grünes Blut führt sie Gespräche mit den verschiedensten Gartenpersönlichkeiten. Ihren eigenen Garten bezeichnet sie als Autobahngarten.

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